Indigene Hebammen zwischen Tradition und Moderne
Ein intimer Blick auf Tradition, Geburt und Moderne
In seinem visuell beeindruckende und vielfach ausgezeichnete Drama „La Hija Cóndor“ (The Condor Daughter) erzählt der bolivianischen Regisseur Álvaro Olmos Torrico„La Hija Cóndor“ die berührende Geschichte der jungen Clara in einer abgelegenen Quechua-Gemeinde in den bolivianischen Anden. Aufgewachsen bei ihrer Adoptivmutter Ana, einer tief in der Gemeinschaft verwurzelten Hebamme, soll Clara in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und die Jahrhunderte alten, fast heiligen Geburtstraditionen und -gesänge weiterführen. Doch Clara zieht es in die Moderne – sie träumt von einer Karriere als Sängerin in der Großstadt. Regisseur Torrico fängt diesen generationenübergreifenden Konflikt zwischen dem Erhalt indigener Kosmovisionen und dem Aufbruch in eine neue Welt in meditativen, bildgewaltigen Szenen ein.
Expertinnengespräch im Anschluss
Das Thema des Films – die Schnittstelle zwischen traditioneller Geburtshilfe und gesellschaftlichem Wandel – wird im Anschluss an die Vorführung in einem exklusiven Publikumsgespräch vertieft. Als Gästin wird Anka Dür, Hebamme und Architektin, auf der Bühne stehen. Sie teilt an diesem Abend ihre persönlichen Erfahrungen und Einblicke aus ihrer Arbeit mit traditionellen Maya-Hebammen in Guatemala und schlägt damit eine Brücke von der Kinoleinwand hin zu realen, indigenen Geburtskulturen Lateinamerikas.
Veranstaltungsdetails:
Datum: Donnerstag, 8. Oktober 2026
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15, 6850 Dornbirn
Partner:innen: Spielboden Dornbirn, IG Geburtskultur A – Z, Frauenmuseum Hittisau
Programm: Filmvorführung „La Hija Cóndor“ (OmU), gefolgt von einem Gespräch mit Anka Dür
Kartenreservierungen und weitere Informationen sind direkt über die Website des Spielbodens Dornbirn erhältlich.
Die Nanas der Familie Zavala aus Guatemala, Vertreterinnen der traditionellen Maya-Medizin und Geburtshilfe, Foto © Anka Dür